Zum konvivialistischen Manifest

Veröffentlicht: 2. Oktober 2014 in Politik, Punkgebte
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In diesem Jahr haben rund vierzig WissenschaftlerInnen und Intellektuelle beiderlei Geschlechts und unterschiedlicher politischer und geografischer Herkunft sich gemeinsam auf einen Text geeinigt: „Das konvivialistische Manifest“. Auch wenn dadurch ein Kompromiss entstanden ist, ist er doch lesenswert. Ein weiterer Pluspunkt: es gibt ihn auch als kostenlosen Download.

Das konvivialistische Manifest

Les Convivialistes Das konvivialistische Manifest Für eine neue Kunst des Zusammenlebens (herausgegeben von Frank Adloff und Claus Leggewie in Zusammenarbeit mit dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research Duisburg, übersetzt aus dem Französischen von Eva Moldenhauer

Wenn ich Manifest höre, dann denke ich an „das kommunistische Manifest“ oder den „hessischen Landboten“, die beide auch sprachlich eindrücklich sind und so zeitlose Aussagen geprägt haben wie: „Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ oder Büchners eingängiger Spruch: „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ Dagegen kommt das konvivialistische Manifest leise daher. Und was ist das Neue?

Man könnte zunächst sagen, nichts Wesentliches und doch kommt es gerade richtig. Weshalb? Zum einen hat es den großen Vorteil, der auch als Nachteil gesehen werden kann, dass es eben mehr ist als die Summe seiner Teile. Dies gilt sowohl für die politischen Ideenfamilien („Auf theoretischer Ebene strebt der Konvivialismus eine Synthese verschiedener einflussreicher politischer Ideologien an: eine Synthese von Liberalismus, Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus. Praktisch wird der Konvivialismus schon in einer Vielzahl von sozialen Konstellationen gelebt“ (24)) Es erhebt sich über die Sippenstreitigkeiten der Denktraditionen, zumindest strebt es diesen Versuch an. Entsprechend ist klar, dass hier keine Verbalradikalität aufkommt, obwohl man sich dies an mancher Stelle wünscht, dafür ist etwas gelungen, dass die Gruppe selbst als „den größten gemeinsamen Nenner des alternativen Denkens“ bezeichnen. Als Ansatzpunkte für eine andere Politik  nennen sie real existierende Gruppen, die sich gesellschaftlich und für alternativen Ansätzen engagieren:

„Verteidigung der Menschenrechte, der Rechte der Frauen, der Bürger, der Arbeiter, der Arbeitslosen oder der Kinder; auf Solidarität gründende Sozialwirtschaft mit all ihren Komponenten: Produktions- oder Verbrauchergenossenschaften, Fairer Handel, Parallel- oder Komplementärwährungen, lokale Tauschsysteme, vielfältige Vereine gegenseitiger Hilfe; die digitale Ökonomie der Beteiligung (vgl. Linux, Wikipedia usw.); Wachstumsrücknahme und Post-Development; Bewegungen wie slow food, slow town, slow science; die Forderung nach buen vivir, die Bekräftigung der Rechte der Natur und das Lob der Pachamama; die Globalisierungskritik, politische Ökologie und radikale Demokratie, die indignados, Occupy Wall Street; die Suche nach alternativen Reichtumskriterien, Bewegungen der persönlichen Veränderung, des freiwilligen Maßhaltens, des bescheidenen Überflusses, des Dialogs der Kulturen, die care-ethics, die neuen Konzepte der Commons usw.

Damit diese wertvollen Initiativen in der Lage sind, der tödlichen Dynamik unserer Zeit mit hinreichender Kraft entgegen zu arbeiten und nicht in die Rolle des bloßen Protests oder einer Notlösung abgedrängt werden, ist es notwendig, ihre Kräfte und Energien zu bündeln und ihre Gemeinsamkeiten hervorzuheben.“(47)

Auch hier kann man bei unterschiedlichen Initiativen unterschiedlicher Meinung sein, ob diese zielführend seien. Entscheidend ist für die Verfasser aber, dass sich aufgrund der ökologischen und ökonomischen Veränderungen (Klimaveränderungn und das Auseinanderklaffen des sozialen Grabens zwischen Arm und Reich) etwas verändern und dafür etwas getan werden muss. Das neoliberale Denken wird für seine Kurzsichtigkeit und seines antisozialen Ansatzes verurteilt und dazu aufgerufen, dieses zu überwinden.

„Die Standardwirtschaftswissenschaft ist dafür verantwortlich, weitgehend dazu beigetragen zu haben, die Welt zu formen, die zu beschreiben und zu erklären sie vorgab. Denn sie hat dazu beigetragen, dem homo oeconomicus immer mehr Realität beizumessen, zum Nachteil aller anderen Komponenten dessen, was die Menschheit ausmacht. Und gleichzeitig hat sie sich natürlich als unfähig erwiesen, plausible Lösungen für die Katastrophe zu finden, zu deren Entstehung sie beigetragen hat.“(56)

Als Antwort sehen sie eine Hinwendung zum Care-Gedanken, der sich jedoch auf beide Geschlechter beziehen muss  – es „ist eine Angelegenheit aller Menschen, weil sie das offenkundigste Zeichen der Tatsache ist, dass keiner sich allein entwickelt und wir alle voneinander abhängig sind.“ (57) „Es geht darum, einen neuen, radikalisierten und erweiterten Humanismus zu erfinden, und das bedeutet die Entwicklung neuer Formen der Menschlichkeit.“ (57)

Was ich an anderer Stelle und von anderen AutorInnen als humanistisches Gesäusel abgetan hätte, lese ich jetzt anders. Angesichts des Wahnsinns, der tobt, der Abwesenheit von Menschlichkeit und der Vorherrschaft der instrumentellen Vernunft, die auf Übergriffe auf Asylbewerber mit stärkeren Überprüfungen der Security antwortet, scheint eine Besinnung auf mehr Menschlichkeit ausnahmsweise plausible. Sie sprechen sich genauso für ein „Mindesteinkommen, in welcher Form auch immer, das sie [die ärmsten Bürger, K] vor der Schande der Verelendung schützt“ (65) aus, wie für die „Einführung eines Höchsteinkommens, der Schande des extremen Reichtums anheimzufallen und ein Niveau zu überschreiten, das die Prinzipien der gemeinsamen Menschheit und der gemeinsamen Sozialität untergräbt.“(66)

Auch wenn hier eine Sprache benutzt wird, die mich eher an eine Predigt erinnert, so sind die Forderungen doch sehr modern. Auf der anderen Seite wissen wir seit dem Duo Merkel/Nahles, dass alles letztlich auf die Höhe des  Minimums und wie des Maximums ankommt.

Dieser Ansatz ist in der besten Weise liberal und greift die Idee der Weltgesellschaft, die zurzeit sehr unmodern ist und als aussichtslos dargestellt wird, wieder auf. Die Autoren sprechen Konflikte an und sind im trotzdem im Klaren, dass sich nicht alle Probleme lösen lassen. Tatsächlich hören sich viele Vorschläge sehr weltfremd an, doch auch der Mindestlohn war lange Zeit ungreifbar. Daher scheint es auch sinnvoll sich über eine andere Form des Umgangs mit Konflikten Gedanken zu machen. „Es gilt, den Konflikt zu einer Kraft des Lebens und nicht des Todes und die Rivalität zu einem Mittel der Zusammenarbeit zu machen, zu einer Waffe gegen die zerstörerische Gewalt.“ (48)

Denkt man in Kräfteverhältnisse kommt man auf den Gedanken, dass diese Art des Umgangs mit Konflikten nur zu Gunsten der Stärkeren aufzulösen ließen, tatsächlich sind klassenkämpferische Töne nicht zu finden. Auf der anderen Seite kommt die Umverteilung eben durch die Hintertür. An der Stelle geht es letztlich darum, dass auch der Sozialismus, die gerechte Gesellschaft und jede Form der Humanität genauso auf Glauben angewiesen ist, wie jede Religion. Vielleicht ist der Glauben an Humanität sogar schwieriger, denn der Glaubenssatz heißt: der Mensch ist gut. „Die richtige Politik ist also diejenige, die es den Menschen ermöglicht, sich zu unterscheiden und dabei den Konflikt zu akzeptieren und zu beherrschen.“ (62)

Gerade die stark an den heutigen Problemen orientierten Lösungsansätze machen die rund 40 Seiten lesenswert. Die Seiten sind eine Grundlage für einen konkreten Kompromiss und bieten eine Alternative.

„Eine Alternative, die nicht länger glauben oder uns einreden will, dass ein unendliches Wirtschaftswachstum noch immer die Antwort auf alle unsere Probleme sein könnte.“ (77)

 

 

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Kommentare
  1. alphachamber sagt:

    Konvivialismus – eine, bis jetzt, unoffizielle Verdeutschung des englischen conviviality.
    Warum bekennt man sich nich einfach zur „Wiederkunft des Dionysos“.

    • kultgenosse sagt:

      Da die Damen und Herren eher aus den frankophonen Raum sind, und die Theorie älter ist, weiß ich nichts zu sagen. ;-(

      • alphachamber sagt:

        Danke für Ihre Antwort. Ich habe das gesamte Werk nicht gelesen, nur Rezensionen. Wenn ich den Kern richtige verstehe, erscheinen mir diese ‚modernen‘ Appelle – mit Verlaub – nahezu wertlos. Ähnliches wurde scharfsinniger und kompetenter schon geschrieben, z.B. Karl Mannheim („Freedom, Power & Demokratic Planning“, 1950). „Kein gesellschaftliches System kann die natürlichen Eigenschaften des Menschen überwinden“. De Tocqueville schrieb, dass politische Formen und Rituale der Demokratie nichts bedeuten, wenn sie keine entsprechenden Fundamente in der sozialen Struktur oder Kultur haben. Letztere sind wir dabei gründlich zu zerschlagen.

        Zu Kompromisse interessiert vielleicht dieses Essay:
        http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2013/01/19/anatomie-der-kompromisse/
        Grüße

      • kultgenosse sagt:

        Hallo, ich glaube da liegt ein Missverständnis vor: bei diesem Büchlein bzw, von der Dicke her handelt es sich eher um einen Aufsatz, handelt es sich nicht um ein wissenschaftlichen Text, sondern eher um einen appellativen Essay, einen anderen Weg einzuschlagen. Obwohl ich Mannheim schätze, kenn ich die obige Schrift nicht, aber ich nehme nicht an, dass es sich um einen Essay handelt, oder?

  2. sunflower22a sagt:

    und was bewegt so ein Manifest? so wirklich neu erscheint mir das nicht, was die Professoren aufschreiben. ich habe große Zweifel, dass man mit dem Schreiben großer Manifeste irgendetwas bewegt. Findest du nicht, es wäre besser wenn sie darüber nachdenken würden, wie man in die reale Politik und Wirtschaft eingreifen könnte? Ich fühle mich bei dieser Frage immer hilflos.

    • kultgenosse sagt:

      Ich finde es immerhin erstaunlich, dass sich die Damen und Herren auf einen Text und wichtiger auf die Reihenfolge der Dringlichkeit geeinigt haben und ich finde, es sind lesenswerte Passagen drin, die jenseits der Tagesaktualität bedenkenswert sind. Das ist die akademische Form einzugreifen, mehr geht nicht 😉

  3. alphachamber sagt:

    Um irgend eine Wirkung zu erziehlen braucht das konvivialistische Manifest keinen Umfang, aber doch eine syllogistische Neuansicht mit vertretbare Prämissen. Mannheim (oder Durkheim, usw.) offeriert in seinem Werk seinen „Dritten Weg“, scheitert aber wie schon Marx zuvor an dem menschlichen Charakter.
    Die Meisten sehen die Symptome – Kausalitäten werden jedoch meist durch Ideologie oder perzeptives Denken verdreht, mMn.

    • kultgenosse sagt:

      Auch wenn man der Ideologiefreiheit eine Ideologie vorwerfen kann, was ich häufig genug gemacht habe, hat diese Autorengruppe sicherlich keine verzerrte Perspektive, da keine einheitliche Ideolgie. Aber an diesem Punkt sind wir schon häufiger nicht einer Meinung gewesen und so ist es wohl auch dieses mal. So long.

      • alphachamber sagt:

        Ich verstehe Ihr „so long“ als „abserviert“. Trotzdem antworte ich – aus Interesse an Ihrer herablassenden Haltung (wenn Sie nur Kommentare neutral-bis-zustimmend möchten, können Sie gerne meinen Senf löschen).
        Aber im Falle Ihnen liegt an einer Reflektion:
        1. Wenn Ideologiefreiheit ebenso Ideologie bedeutete, wäre im Umkehrschluss meine Anmerkung berechtigt.
        2. Laut Ihres Profils, „gibt es keine Objektivität“. Dennoch scheinen Sie Ihren Thesen und Einstellungen. wenigstens eine „größere Objektivität“ zuzusprechen, als beispielsweise meinen Kommentaren.
        3.Ein gemeinsames „Manifest“ – durch Definition – k a n n nur Resultat einer – wenigstens teilweise – gemeinsamer Ideologie (oder Gesinnung?) entspringen, nein?
        Wenn diesalles für Sie keinen Sinn ergibt, dann: „so long“!

      • kultgenosse sagt:

        Mein „so long“ habe ich im Sinne von „bis zum nächsten mal“ verwendet. Andere Meinungen sind kein Senf. Ich glaube aber nicht, dass der größte „gemeinsame Nenner“ schon ausreicht, um von einer Ideologie zu sprechen, aber Sie haben natürlich recht, dass das Fehlen einer gemeinsamen Haltung auch untersuchenswert ist. „Wie in der Einleitung des Manifests betont wird, besteht die große Leistung zunächst darin, dass man tatsächlich eine Einigung erzielen konnte, obwohl die Autoren und Autorinnen ansonsten bei einer großen Zahl von Themen ganz unterschiedlicher Auffassung sind.“ (9f.) Dies betont Frank Adloff in seiner Einleitung ebenfalls. Vielleicht bin ich ihm auf den Leim gegangen. Aber das schöne an Links ist ja, dass man ihnen folgen kann. Aber vielleicht haben Sie das Heftchen ja schon gelesen und sich ein Bild gemacht. Vielleicht teilen Sie meine Meinung oder aber haben sich eine eigene gebildet und schreiben einen Verriss, beides würde mich freuen und über den Link zu Ihrem Text zum Text auch.
        Nein, ich messe meine Meinung per se keine höhere Objektivität als Ihrer zu, allerdings bin ich von meiner Meinung so weit überzeugt, dass sie öffentlich sichtbar mache (so wie Sie auf ihrem Blog ja auch). Und wenn Sie sich auf einen Aufsatz beziehen, den ich nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen (s.o.), und beziehe mich lieber auf einen Text, den ich gelesen habe. Ich teile ja auch nicht alle Ansichten der Damen und Herren, die sich dort geeinigt haben, aber ich halte es für einen guten Versuch, auch wenn es bessere geben mag. Deshalb habe ich ihn auch vorgestellt. Aber nicht alles was ich bespreche, entspricht 100 %ig auch meiner Meinung, es genügt wenn es bemerkenswert und kontrovers oder unterstützungwürdig ist. Gerne streite ich mich mit Ihnen über den Inhalt weiter.
        Ich glaube ich bin jetzt auf alles eingegangen, stehe aber gerne zum weiterführenden Austauch zur Verfügung. Mit besten Grüßen.
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  4. alphachamber sagt:

    Guten Tag!
    Ich freue mich über Ihr Interesse am Dialog und Danke für Ihr inhaltsvolle Antwort.
    Dieses Format eignet sich nicht für detaillierte Critique, deshalb nur einige Stichpunkte (erlauben Sie deshalb auch einen Spielraum für die Definition meiner Wortwahl.)

    1. Was die gemeinsame Ideologie (nennen wir es mal so, ohne abwertende Nuance) der Autoren anbelangt, ist deren Anspruch auf ‚Vielfalt‘ zumindest irreführend: Haltungen, „von Linkskatholizismus, sozialistische, alternativ-ökonomische zu ATTAC, hin zu Poststrukturalismus (z.B. Derrida & Foucault), die auch von NGOs unterzeichnet wurden [sic] sind keine ‚Bandbreite‘, sondern eher ein schmaler Strich auf der linken Seite des ideologischen Spektrums!

    2. Schon die Fehlentwicklungen und Aufstellung der Probleme werden unreflektiert übernommen und Diskussion über philosophische Primate nicht geführt. Es fehlen z.B. axiomatische und wissenschaftliche Einwände über des Menschen Stellung in der Natur (Betrachtungen über die natürliche Lebensdauer der Spezie Mensch, sollen ‚menschliche‘ Menschen weiterexistieren mit ihren Ur-eigenschaften und Risiken, oder eher als verhaltensmanipulierte, angepasste ‚Globalkreaturen‘ mit optimierter Existenzerwartung).

    3. Das Manifest benutzt ‚propagandistische‘ Begriffe, ohne sie zu definieren und ihre Gültigkeit zu hinterfragen. Das Ganze baut auf der üblichen p/k Prämisse: ‚Soziale‘ Konzepte, Moderation und Bedarfsprinzip = gut, Produktivität, Wettbewerb, Reichtum = schlecht. Für Altruismus wird ostentativ nicht geworben – seine Bedeutung nur verdreht (um die ‚Neoliberalen‘ nicht zu verschrecken?) Aber der Kern des Altruismus bleibt doch erhalten. Ich erkenne keine Ansätze welche auf neuen, rationalen, oder akzeptierten Prämissen stehen: etwas Marx, eine Prise Proudhon,ein Schuss Malthus und, damit es essbar wird, mit Adam Smith abgeschmeckt. Dabei werden selbst die (recht wenigen) Erkenntnisse von Marx, die aber Gültigkeit bewiesen, auch noch ignoriert.

    4. Cailles ‚agonale Gabe‘ ist – wie er selbst schreibt – seit Ewig eine kulturelle Institution. In Asien (in China ‚guan-xi‘) ist es sogar die Basis der gesellschaftlichen Funktionsfähigkeit. Nur ist es gerade kulturelle Identität, welche diese Institutionen beleben – und steht damit auf der Gegenseite internationaler Gleichmacherei. Darüberhinaus, werden keinerlei Beispiele für die p r a k t i s c h e Einfügung der ‚agonalen Gabe‘ in das globale Wirtschaftsleben gegeben. Dies errscheint mir so schwachsinnig, als wollte man z.B. den Wirtschaftszweig der Gastronomie erneuern mit dem Aufruf, mehr „mit liebe zu kochen“

    5. Ein Hauptthema ist die Einkommensbeschränkung, „nach oben und unten“ [sic]. Die größenwahnsinnige Idee, dass sich die Menschheit nach den Werten und Standards einer Denk-Elite richten sollte ist überaus unmoralisch. Es anmuted als eine moderne Variante von H.G.Wells sozialistischer ‚Weltregierung‘. Es ist enttäuschend, dass trotz des zweifellos hohen geistigen Potentials der Autoren, dennoch eine perzeptive Denkweise vorherrscht und anthropologische und geschichtliche Fakten sich entweder nicht im Bewusstsein befinden oder unbekannt sind. Die gleichen Fehler, die auch in Pikettys Fleißarbeit („Das Kapital im 21. Jahrhundert“) zu finden sind.

    6. Laut des Manifests ist die ‚zentrale Frage‘: „Wie gehe ich mit der Gewalt und Rivalität um?“ Der Bürger kann diese Frage – außerhalb einer Revolution – nur über den Staat beantworten. Und hier liegt die erste und größte praktische Hürde, wo man ansetzen sollte.
    (Diese Links argumentieren weiter:
    http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2014/02/23/emanzipation-des-schwachsinns/
    http://liberalerfaschismus.wordpress.com/2014/01/19/macht-solidaritat-dumm/)

    Darf ich auch folgendes Werk empfehlen (manche tragen es mit sich wie die Pfaffen ihre Bibel):

    http://www.amazon.de/staats-lose-B%C3%BCrger-Essays-gesellschaftlicher-Vergleiche/dp/3710310644/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1392745224&sr=1-1&keywords=der+staats-lose+b%C3%BCrger.

    Nette Grüße

  5. alphachamber sagt:

    Guten Abend!
    Habe ich Ihre letzte Antwort richtig verstanden? Sie meinten, dass Sie mit einem
    B e i t r a g antworten wollen – ist er in Arbeit, oder haben Sie nur einen Link vergessen?
    Grüße

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