Carta – Die Weiten des Internets und die Engstirnigkeit eines Vereins

Veröffentlicht: 15. September 2014 in Internet, Politik
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Um ehrlich zu sein, ich habe bestimmt zwei Monate überhaupt nicht mehr auf Carta geschaut, weil ganz offensichtlich wurde, was man von anderer Stelle auch schon kennt. Es gibt Macher und Schwätzer, wie man im Ländle so treffend sagt.Ich habe meine Besuche seit Mai auf Carta etwas eingeschränkt, weil zeitweise doch sichtbar wurde, dass die Ein- bis Zweipersonen-Redaktion an ihre Grenzen gekommen war. Schon vor mehreren Monaten habe ich angemahnt, dass man diese vergrößern müsste. Allerdings muss man auch sagen, zu anderen Zeiten haben die beiden riesige Kraftansträngungen geleistet und das Medium nicht nut aktuell, sondern auch bewußt kontrovers gestaltet. Dies mag man unter Umständen bedauern, aber damit haben sie die Seite offen gehalten und die spannend gemacht.

In seinem letzten Artikel hat Michal über den Wandel der „Tendenzbetriebe der Aufklärung“ geschrieben, die nicht nur inhaltlich relevant waren, sondern auch ein Stück der politischen Kultur prägten und ohne Frage damit auch immer ein Vorbild setzen. Natürlich ist Carta selbst zu seinen Hochzeiten im Vergleich zu Suhrkamp, Spiegel und der SPD, auch während ihres Jammertals, ein kleines Licht. Aber es hat den Anspruch hochgehalten.

Während der letzten Jahren haben wir alle gesehen, dass strukturelle Veränderungen auch immer neue Konsequenzen erzeugen. Dafür haben die Verschlankungen und Privatisierungen immerhin gute Beispiele geliefert. Wenn dieser Wechsel in der Redaktion, Wolfgang Michal hat nach eigenen Angaben keinen Zugang mehr zum Redaktionssystem und Vera Bunse wurde unsanft gegangen, und einem neuen Herausgeber,  Christian Stahl, zu weitern Veränderungen führt, und dafür gibt es Hinweise, müssen auch von den AutorInnen, die Carta ausmachen, Konsequenzen gezogen werden.

Ich rede bei Leibe nicht von mir. Es gibt Autoren, wie etwa Frank Lübberding, Michael Spreng und andere Carta-Autoren, die Carta mit ihren Beiträgen prägen, politische Menschen, die um die Bedeutung Cartas wissen. Es ist an ihnen, sich Gedanken um ihre Verantwortung für Carta zu machen. Ein personeller Wechsel ist mehr als ein Austausch.

„Was für eine gewaltige Aufgabe, gerade jetzt mit einer „vernunftorientierten Kampfidee“ gegenzusteuern, Position zu beziehen – auch wenn Muddis Pudding zunächst übermächtig und undurchdringlich erscheinen mag.“ (See more at: http://www.wolfgangmichal.de/2014/08/muddis-pudding/#comment-5672)
(Aktualisiert am 16.9.)
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Kommentare
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