Wie sag ichs meinem Freunde, ….

Veröffentlicht: 4. November 2013 in Gesellschaft, Uncategorized
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Am Montag und Dienstag hab ich versucht einen Beitrag zu schreiben und habs nicht hinbekommen und auch heute ist die Chance des Scheiterns beträchtlich. Warum? Weil ich das „Thema“ momentan noch nicht einmal eingrenzen kann:
etwas zwischen der Rolle der BloggerInnen, frustriertem Snobismus und Zynismus bei eigentlich progressiv konnotierten Kräften und angelaufenem Dünkel. Nun habe ich von Montag und Dienstag halbseitige Entwürfe.

Als ich eben nach ein paar Tagen Pause wieder ein wenig auf Blogs gelesen habe, u.a. auf ad sinistram, tauchte die Frage wieder auf. Während der Beitrag selbst, schließlich kennt Roberto J. De Lapuente seine Tischnachbarn und Arbeitskollegen, zwischen heimlichen Entsetzen über deren Meinungen und Symphatie für die Kollegen schwankt, trieft die Anschlusskommuikation in den Kommentaren vom Bedürfnis sich vom unkritschen Rest abheben zu wollen. Wer schreibt, ist wohl immer die Speerspitze der Kritik?

Ich kenne den Frust selbst, wenn meine richtige Meinung anderen nicht einleuchtet. Dumme Situation! Dagegen helfen nur noch die Stimmen verstorbener GenosseInnen, die haben immer recht und man findet immer nen Spruch.

Auch deren Geschmack, der des Rests, (etwa der „Soap- Schlager- und Schmonzetten-Spartensenders Das Erste„) wird im Gegensatz zur Information aus so tollen Sendungen wie Brennpunkt abqualifiziert. Während zu anderen Gelegenheiten wahrscheinlich Infotainment als unseriös abgetan wird, wird nun der „ZDF-Anchorman Claus Kleber“, der mit der tollen digi-Showtafel und dem Monstertisch im Studio, dem Willi Winkler schon einen „Bambi für Selbstgerechtigkeit“ verleihen wollte, indirekt und direkt zitiert:

„Medien sollten nicht nur fragen, was die Leute sehen wollen, sondern auch, ‚was sie sehen sollten‘.“

Da Michael Spreng Rundfunkgebühren für „Zwangsgebühren“ (ebd.) hält, erstaunt dies dann doch. Dies sei die Verantwortung des Journalismus, die immer mehr verloren gehe. is richtig. Aber Journalismus ist aber immer nur ein Angebot, das die blöden Zuschauer auch ablehnen können, genauso wie niemand dies hier lesen muss.

Und noch ein Beispiel: Im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum ist in einem Büchlein von einer Entwicklung die Rede, die „im Bereich der Inhalte, der Kunst auf eine Verpöbelung hinausläuft“ und weiter: „Was im politischen Raum die Ochlokratie [„Verfallsform“ der Demokratie] zur Konsequenz hat, wird hier zum Banausentum.“ (Crome (2013): Piratenpartei. Eine Alternative?, S. 92). Von welcher Position aus, wird hier wohl geschrieben? Der Alte vom Berg?

Liebe kritische Menschen, Kritik ist wichtig. Is Aufklärung, ne. Aber Publikumsbeschimpfung darf vielleicht die Comedy, für die Besserseher unter uns, die unwürdige Nachfolgerin des Kabaretts, nicht die/der jemanden aufklären will. Und schon gar nicht, wenn man von Emanzipation, Aufklärung, Revolution, Arbeiterklasse etc. schwallt. Da hilft nur Menschenliebe, ganz kritisch.

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